
Wie jetzt? Ein Hörakustiker, der sagt, dass er keine Hörgeräte verkauft? Warum der Erfolg dem Hörprofi Thorsten Knoop Recht gibt. Jetzt lesen.
Das sagt das Team von Hörgeräte von Knoop: „Wir verkaufen keine Hörgeräte“
Wir haben mit Thorsten Knoop, Hörakustikmeister und Gründer von Hörgeräte von Knoop in Kiel, über gutes Hören, moderne Hörsysteme und die häufigsten Irrtümer rund um das Thema Hörverlust gesprochen.
Herr Knoop, wir hören von Ihnen immer wieder einen Satz, der sofort neugierig macht: „Wir verkaufen keine Hörgeräte.“ Das müssen Sie uns natürlich erklären. Was meinen Sie damit?
Wenn jemand zu uns kommt, interessiert uns zunächst nicht das Thema Hörgerät. Uns interessiert der Mensch. Wie lebt er? Was macht ihm Freude? Wie gestaltet er seinen Alltag? Damit finden wir heraus, welche Hörsituationen für ihn herausfordernd sind. Erst wenn wir das verstanden haben, entwickeln wir gemeinsam eine Lösung. Ein Teil dieser Lösung können Hörgeräte sein.
Wir verkaufen also auch Hörgeräte. Aber das ist nicht unser eigentlicher Auftrag. Deshalb sprechen wir lieber von Hörlösungen als von Hörgeräten.
Wann merken Menschen eigentlich zum ersten Mal, dass ihr Gehör nachlässt?
Interessanterweise selten direkt. Die wenigsten sagen: „Ich höre schlecht.“ Viel häufiger hören wir Sätze wie: „Die Leute nuscheln heute alle.“ Oder: „Im Restaurant verstehe ich plötzlich kaum noch etwas.“
Unser Gehirn ist unglaublich gut darin, Hörverluste auszugleichen. Deshalb passiert dieser Prozess oft schleichend.
Das heißt, viele bemerken es gar nicht selbst?
Ganz genau. Oft sind es Partner, Kinder oder Freunde, die zuerst etwas feststellen. Sie sagen dann zum Beispiel: „Du fragst ständig nach.“ Oder: „Warum ist der Fernseher eigentlich immer so laut?“
Das sind oft die ersten Hinweise.
Viele Menschen schieben das Thema Hören lange vor sich her. Warum eigentlich?
Weil ein nachlassendes Gehör in der Regel schleichend beginnt. Niemand wacht morgens auf und denkt: „Heute höre ich plötzlich schlechter.“ Viele Menschen gewöhnen sich daran, häufiger nachzufragen oder bestimmte Situationen zu meiden. Sie passen sich unbewusst an. Das Problem ist: Dadurch verlieren sie oft Stück für Stück Lebensqualität, ohne es zu merken.
Deshalb empfehle ich, das Thema frühzeitig und entspannt anzugehen. Nicht aus Sorge, sondern aus Interesse an der eigenen Lebensqualität.
Viele Menschen haben noch das Bild vom großen, auffälligen Hörgerät hinter dem Ohr. Ist das heute überhaupt noch aktuell?
Nein, überhaupt nicht.
Moderne Hörsysteme sind technisch unglaublich weit entwickelt. Ich vergleiche das gerne mit dem Unterschied zwischen einem Smartphone und einem alten Wählscheibentelefon.
Die Geräte sind klein, intelligent und leisten heute Dinge, die vor einigen Jahren noch undenkbar waren.
So viele Menschen tragen heute Kopfhörer am oder im Ohr, z. B. um so zu telefonieren oder um Musik zu hören. Das kann ein Hörgerät übrigens auch! Es fällt also überhaupt nicht mehr auf, ob man Hörgeräte trägt. Das ist für viele Menschen entspannend.
Aber gutes Hören bedeutet doch vermutlich mehr als moderne Technik?
Absolut. Die Technik ist wichtig, aber sie ist nur ein Werkzeug. Entscheidend ist die individuelle Anpassung. Ein Hörsystem kann noch so gut sein – wenn es nicht exakt auf den Menschen abgestimmt wird, bleibt viel Potenzial ungenutzt.
Wir bei Hörgeräte von Knoop in Kiel arbeiten nicht nur mit modernsten Anpassmethoden – wir haben auch Messtechnik, die weit über das hinausgeht, was andere Hörakustiker anbieten. Davon profitieren uns Kunden enorm. Das ist ein wichtiger Unterschied, der uns ausmacht.
In Fachkreisen bezeichnet man das als USP, also ein wichtiges Merkmal, das uns in der Hörakustik unterscheidet.
Sie sprechen oft von individuellen Lösungen. Können Sie dafür ein Beispiel nennen?
Ja, klar. Der eine Kunde möchte wieder entspannt mit seinen Enkeln sprechen. Die nächste Kundin möchte im Theater wieder alles gut verstehen. Ein anderer möchte bei Vereinsabenden oder Geschäftsessen wieder sicher kommunizieren können.
Das sind völlig unterschiedliche Anforderungen. Deshalb gibt es bei uns keine Standardlösung.
Was passiert eigentlich beim ersten Termin bei Hörgeräte von Knoop?
Viele Menschen sind überrascht, wie unkompliziert ein erster Termin bei uns abläuft. Niemand muss Angst haben, dass ihm sofort ein Hörgerät empfohlen wird. Zunächst lernen wir uns kennen und sprechen über die persönlichen Hörsituationen. Anschließend prüfen wir das Hörvermögen und besprechen gemeinsam die Ergebnisse.
Unser Ziel ist nicht, etwas zu verkaufen. Unser Ziel ist, Klarheit zu schaffen. Erst danach entscheiden wir gemeinsam, welche nächsten Schritte sinnvoll sind.
Und genau darin liegt vermutlich auch der Unterschied zu vielen anderen Anbietern?
Das ist das, was uns Kunden berichten, die schon Erfahrung mit anderen Hörakustikern in Kiel gemacht haben.
Wir investieren viel Zeit in Beratung, Analyse und Anpassung. Bei Hörgeräte von Knoop arbeiten fünf Hörakustikmeister zusammen. Das ist in Kiel einzigartig. Dieses gebündelte Fachwissen ermöglicht Hör-Lösungen, die weit über das Übliche hinausgehen.
Wenn Sie unseren Lesern heute nur einen einzigen Rat mitgeben dürften – welcher wäre das?
Warten Sie nicht, bis es schlimm genug wird.
Viele Menschen denken beim Hören erst dann an Unterstützung, wenn sie bereits sehr viel Lebensqualität verloren haben. Dabei geht es gar nicht zuerst um ein Hörgerät. Die viel wichtigere Frage lautet: „Höre ich eigentlich noch so gut, wie ich gerne hören möchte?“
Wenn Sie darauf keine klare Antwort haben, sollten wir uns kennenlernen.
Herr Knoop, vielen Dank für das Interview!
